Burgruine Neuhaus am Klausenbach

Die Burg Dobra oder Neuhaus wird bereits 1170 als „novum Castrum“ erwähnt und zählt zu den ältesten mitteralterlichen Burganlagen im Grenzbereich. Ganz offensichtlich war sie das ungarische Gegenstück zur steirischen Grenzburg Kapfenstein und sollte das Land zwischen Raab und Mur schützen. In enger Verbindung mit den Güssinger Grafen stehend, wurde sie oft umkämpft und erobert, zuletzt 1467 durch Andreas Baumkircher, und zwar bei seinem Kriegszug gegen Kaiser Friedrich III. Dabei wurde sie schwer zerstört. Nach dem Wiederaufbau durch die Familie Széchy, die die Burg seit 1387 besaß, kam sie nach mehrmaligem Wechsel 1607 an Franz Batthyány.

Der Verfall der altehrwürdigen Gemäuer zur Ruine ist nicht den Zerstörungen zuzuschreiben, sondern wie bei fast allen anderen Burgruinen den Steuermaßnahmen des Kaisers Joseph II., die vielen Burgenbesitzer veranlassten, die Dächer abzutragen, um sich die vorgeschriebenen Steuerleistungen zu ersparen. Dadurch wurde innerhalb kürzester Zeit der Verfall der mächtigen Bauwerke zu mysteriösen Ruinen bewirkt.
Die Marktgemeinde Neuhaus am Klausenbach ist derzeitiger Besitzer der Ruinenreste. Auf der Aussichtswarte hat man einen sehr schönen Blick in das Neuhauser Hügeland, zum Stadelberg, zu den Schlössern Tabor und Kapfenstein und in die steirische Bergwelt.



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