Stadt und Tuchmachermuseum

Im Jahr 1924 errichtete Prof. Josef Karl Homma im sogenannten Durchganghaus ein Heimatmuseum. Es enthielt neben zahlreichen heimatkundlich interessanten geschichtlichen uns volkskundlichen Objekten auch wertvolle römische Funde. Es war dies die erste Sammlung des Burgenlandes, errichtet zwei Jahre vor der Gründung des burgenländischen Landesmuseums in Eisenstadt. Prof. Homma, der Lehrer, Historiker, Archivar und von 1936 bis 1938 auch Bürgermeister von Pinkafeld war hat durch sachgemäße Konservierung und zum Teil Rettung von Archivalien, Zunftaltertümern und wirtschaftsgeschichtlich wichtigen Objekten des alten Handwerks- und Industriezentrums Pinkafeld Wertvollstes geleistet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Prof. Homma der Leiter des Burgenländischen Landesarchivs und der Landesbibliothek.

In den Nachkriegsjahren wurden die Schauräume im Heimatmuseum aufgelöst und bei mehrmaligen Umsiedelungen und Verlagerungen ging sehr viel Sammelgut verloren. Viele Eigentümer holten sich ihre Leihgaben zurück. In den 60er Jahren ist es gelungen, im neuen Rathaus ein Ortsmuseum einzurichten, das von seiner ursprünglichen überregionalen Bedeutung nun auf die Geschichte und Volkskultur von Pinkafeld eingeengt worden ist. Seit 1989 befindet sich das neu eingerichtete und erweiterte Stadtmuseum im renovierten ehemaligen „Rindsmaulschen Gutshaus", dem sogenannten „Alten Rathaus".



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