Uhrenstube Aschau

Die Uhrenstube Aschau, ein Museum für Turmuhren und Bratenwender ist heute das einzige seiner Art in Österreich. Schwerpunkt der Sammlung sind Turmuhren und Bratenwender aus fünf Jahrhunderten - aus der Zeit der Gotik im 15. Jahrhundert bis zur Renaissance und vom Barock bis in das frühe Industriezeitalter im 19. Jahrhundert. Die älteste Turmuhr stammt aus der Zeit um 1470. Heute umfaßt die Sammlung 64 Turmuhren und 18 Bratenwender.

Die Räderwerke aus Schmiedeeisen oder Holz veranschaulichen die Entwicklung der Technik, des Handwerkes, der Form und Ausgestaltung der Uhren, sowie deren regionale Eigenheiten. Anhand der Exponate der Uhrenstube, ergänzt durch Beschreibungen und Schautafeln, wird dem Besucher die Geschichte der Uhren und des Uhrmacherhandwerkes deutlich gemacht.

Die Uhren werden in den Werkstätten des Museums restauriert, die auch besichtigt werden können. Zur Museumsarbeit zählen auch die Dokumentation und Erforschung der technisch-historischen Entwicklung der Turmuhren und des Uhrmacherhandwerkes und deren Publikation.

Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch des mit Stroh gedeckten, unter Denkmalschutz stehenden Bauernhauses Aschau Nr. 49. Die original erhaltenen Räume bilden gemeinsam mit den archaischen Turmuhrwerken des Museums eine sehenswerte Einheit. Gemeinsam mit dem Schaudepot für nicht restaurierte Turmuhren, einem aus Holz gezimmerten Feldkasten aus dem Jahr 1765, dem Museum, das 1894 erbaut wurde und den Werkstätten des Museums bilden diese Bauten bereits ein kleines Museumsdorf.



Nach oben