Schloss Tabor

Einer der schönsten und romantischsten Plätze des Südburgenlandes ist das Schloss Tabor in Neuhaus am Klausenbach. Es liegt mitten in den sanften Hügeln des trilateralen Naturparks Raab-Örség-Goricko, im Dreiländereck Österreich-Ungarn-Slowenien.

Es gehört zu den ältesten Gebäuden im Bezirk Jennersdorf und wurde im Jahr 1469 vom steirischen Söldnerführer Ulrich Pessnitzer erbaut. Der Bautyp geht auf hussitische Befestigungsanlagen in der tschechischen Stadt Tábor zurück.

 

Veranstaltungen & Ausstellungen

Es werden laufend Ausstellungen und Veranstaltungen abgehalten. Den kulturellen Höhepunkt bilden die alljährlichen Opernaufführungen von jOPERA im August. Für Anfragen bezüglich Veranstaltungen, Ausstellungen oder Führungen stehen Ihnen die Organisatoren jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Geschichte

Im 17. Jahrhundert erfolgte die Barockisierung des Schlosses. Seit 1667 war das Schloss im Besitz der Adelsfamilie Batthyány und diente als Ausweichquartier für die verfallene Burg Neuhaus. Im Dreißigjährigen Krieg 1618 bis 1648 war es Zufluchtsort vieler steirischer Protestanten,.

Im 19. Jahrhundert war das Schloss dann nur mehr Sitz der Herrschaftsverwaltung der Batthyánys und wurde schließlich zu einem Wohnhaus für die Gutsangestellten umgebaut.1848 diente Schloss Tabor als Gefängnis des ersten ungarischen Ministerpräsidenten, Graf Lajos Battyány, der am 6.Oktober 1849 in Budapest erschossen wurde. Seine Hinrichtung löste weltweite Empörung aus – der 6. Oktober gilt seitdem in Ungarn als nationaler Trauertag.

Während der Kampfhandlungen im Frühjahr 1945 befand sich im Schloss eine Kommandostelle der russischen Besatzungsmacht mit einer Reparaturwerkstätte für Autos und Panzer. In dieser Zeit wurde das Gebäude schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der letzte Batthyány in Neuhaus am Klausenbach, Graf Thomas Batthyány, verkaufte Schloss Tabor im Jahr 1992 – damit ging die Ära der Batthyánys, dieser im Südburgenland so bedeutsamen Familie, zu Ende.

Der Naturpark Raab erwarb das Schloss im Jahr 1998 und mit der Gründung des Kulturvereines Schloss Tabor wurde es dann in den Jahren 2002 und 2003 einer umfassenden Sanierung unterzogen. Seitdem gilt das Schloss als Kultur- und Veranstaltungsort für Ausstellungen, Theateraufführungen, Themenfeste, Opernaufführungen und Konzertabende des jOPERA jennersdorf festivalsommer.

 



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