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classic.Esterhazy: Streichquartett II

31.03.2023
Andreas Hafenscher

Andreas Hafenscher

Quartetto di Cremona

Joseph Haydn: Streichquartett op.77 Nr.1 G-Dur Hob.III:81
Maurice Ravel:
Streichquartett F-Dur op. 35
Ludwig van Beethoven:
Streichquartett op. 132 a-Moll

Ein mitreißendes Jugendwerk, umrahmt von zwei ausdrucksvollen „Spätlingen“: So setzt sich dieser musikalisch reichhaltige Abend zusammen. „Im Beethoven-Zyklus“, applaudierte das Fachmagazin „Fono Forum“ 2018, „präsentiert sich das Quartetto di Cremona als eminenter Botschafter der italienischen Quartettkultur und bestätigt gleichzeitig seine Position als Ensemble von internationaler Exzellenz.“ Die international gefeierte Kammermusikformation wurde im Jahr 2000 gegründet und kehrt nun endlich ins Schloss Esterházy zurück – und zwar auch gerade auch mit Musik Ludwig van Beethovens: Das emotional aufgeladene, dramatisch-wehmütige a-Moll-Werk op. 132 aus dem Zyklus der späten Quartette enthält als langsamen Satz den berühmten „Heiligen Dankgesang eines Genesenden an die Gottheit“. In einem weniger existenziellen, aber durchaus wichtigen Zusammenhang dem Himmel gedankt dürfte auch Maurice Ravel haben, nämlich als die „Affaire Ravel“ endlich vorbei war. Nachdem die Jury des „Prix de Rome“ jahrelang seine Werke abgelehnt hatte, darunter sein schillerndes, tänzerisch bewegtes Streichquartett F-Dur, mussten unter öffentlichem Druck zwei der konservativen Entscheidungsträger zurücktreten – und der junge Komponist stand zwar ohne Preis, aber dennoch als Sieger da. Abgeklärtes zu Beginn: Kein Ton in Joseph Haydns Quartett op. 77/1 lässt vermuten, dass es eines seiner letzten Werke dieser Gattung bleiben würde. Humor, Melancholie und Gefühlstiefe gehen nochmals eine beglückende Verbindung ein.

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