Walnuss
Nussige Genüsse


Mit den Römern – so heißt es – ist die Walnuss ins Burgenland gekommen. Das warme Klima und die nährstoffreichen Böden im Mittelburgenland bieten der Walnuss gute Standorte. „Bei fast jedem Haus steht ein Nussbaum, entweder vor dem Haus, hinterm Haus oder daneben“ erzählt Cornelia Treiber-Eckhardt, Obfrau des Vereins Ge-Nuss-Region zur Bedeutung der Nuss im Mittelburgenland. Reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Spurenelementen gilt sie als Hirnnahrung und Energiespenderin für Körper und Geist.

Bekannt für die nussigen Mehlspeisen, krönten im Burgenland Nusstorte und Nuss-Strudel früher jedes Fest. Nussbäume waren ein wahrer Reichtum und durften in keinem Garten, auf Rainen oder in den Weingärten fehlen.

Die Bedeutung dieser vielseitig nutzbaren Bäume ging in den letzten Jahren immer mehr zurück, bis im Jahr 2006 die Ge-Nuss-Region initiiert wurde und sich seither ein kleiner Verein darum kümmert, die Nussbäume durch Nutzung zu erhalten.

Zweimal im Jahr, im Herbst und im Winter gibt es einen Tag, an dem jede und jeder ausgelöste Walnüsse in den Vereinsraum in Draßmarkt bringen kann. Diese werden gewogen und je nach Qualität wird ein Kilopreis ausbezahlt. Wer Nüsse bringt, muss genau sagen, wo der Baum steht bzw. von wie vielen Bäumen die Ernte stammt. Damit wird gesichert, dass es sich nur um regionale mittelburgenländische Nüsse handelt, die in der Folge von 8 regionalen Produzenten zu den unterschiedlichsten Spezialitäten weiterverarbeitet werden.

So gibt es hier Gaumenfreuden wie karamellisierte Walnüsse, scharfe Pfeffernüsse, Honig mit Walnüssen, Nusspesto, schokolatierte Walnüsse, feines Walnussöl, Dinkelnusskekse und Zwieback mit Walnussstückchen – um nur einige der Leckereien zu nennen.

Insgesamt rund 8000 Nussbäume gibt es gegenwärtig im Mittelburgenland, die in guten Jahren bis zu 200.000kg Nüsse abwerfen. Und seit kurzem gibt es in der Nähe von Draßmarkt einen neuen Nusshain. Die Mitglieder des Nuss-Vereins haben 20 junge Bäume unterschiedlicher Sorten gepflanzt. „Altersversorge“ sagt Cornelia Treiber-Eckhardt lachend. „Hoffentlich können wir dann in ein paar Jahren ein Picknick im Schatten unserer Nussbäume machen.“

Beim Anbau muss darauf geachtet werden, dass der Baum ausreichend Licht hat und im Boden keine Staunässe herrscht. Ansonsten ist der Nussbaum problemlos und kann über 100 Jahre alt werden.

Ernten kann man nicht nur die reifen Nüsse, sondern der vielseitige Baum bietet noch mehr: Walnussblätteraufguss als Fußbad, eingelegte grüne Nüsse als Nussschnaps und das schöne dunkle Hartholz, das gerne von Tischlern und Drechslern verarbeitet wird.

Und wenn die Nussklauber im Winter zusammenkommen und oftmals gemeinsam Nüsse geknackt und sortiert werden, dann wird so manches Mal ein Lied angestimmt, es wird geplaudert und Geschichten werden erzählt und es erinnert an die Zeiten, als man im Winter zusammenkam, um gemeinsam Arbeiten in Gesellschaft zu erledigen – wie zum Beispiel das „Federschlissen“, bei dem die Gänsefedern verarbeitet wurden.

Durch die regionale Initiative wie die der „Ge-Nuss-Region“, die kleine Strukturen fördert, lebt die Hoffnung, dass die mächtigen Nussbäume noch lange die mittelburgenländische Landschaft mitprägen werden und die Walnuss die ihr gebührende Achtung und auch Nutzung erhält.

 

Verein Genuss Region Mittelburgenländische Kaesten und Nuss

Obfrau: Cornelia Treiber-Eckhardt
Mariengase 5
7372 Draßmarkt
T +43 (0)676/4440556
cornelia.treiber@ge-nuss-region.at

Links

-> Traditionelle Lebensmittel
www.lebensministerium.at/lebensmittel/trad-lebensmittel
-> Genuss Region Kaesten und Nuss
www.ge-nuss-region.at/index.htm

 

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