Der Zickentaler Moorochse
Rückkehr zur alten Form der Weidewirtschaft


Das Projekt „Zickentaler Moorochse“ zeigt deutlich, wie sich das Rückbesinnen auf alte Gepflogenheiten und Traditionen positiv auf den Naturschutz und die regionale Landwirtschaft auswirken können.  

Am Rande des größten Niedermoors im pannonischen Raum, das im Zickental im Südburgenland liegt, war die Rinderhaltung schon seit Jahrhunderten üblich – ältere Menschen erinnern sich noch, wie sie die Rinder auf den eher kargen Weiden nach der Schule hüten mußten. Als es Mitte der 1960er-Jahre für Kleinbauern immer schwieriger wurde, mit einer Landwirtschaft ihren Lebensunterhalt zu verdienen und die Flächen zumeist für den Anbau von Mais genutzt wurden, verschwanden auch die Rinder von den sogenannten „Hutweiden“. Die agrarische Bewirtschaftung schadete allerdings dem 10.000 Jahre alten Moor wegen der verwendeten Düngemittel; die unbebauten Weiden wucherten und der Lebensraum für in Wiesen brütende Vögel wurde zerstört.

Der 2004 von 42 Bauern gegründete Verein „Rinderweide am Zickentaler Moor“ beschloss, zu der im Laufe vieler Jahrhunderte erprobten Nutzungsweise der Weiden rund um das Moor, die zwischen den Orten Rohr, Heugraben und Eisenhüttl liegen, zurückzukehren. Da bereits viel Wissen um die Rinderhaltung und Weidewirtschaft auf diesen mageren Wiesen verloren gegangen war, brauchte es Zeit, um die geeignete Rinderrasse für die extensive Weidehaltung im Freien herauszufinden. Im Projekt werden nun alle Abläufe und Vorgehensweisen genau dokumentiert, um das erworbene Wissen davor zu schützen, erneut verloren zu gehen.

Heute weiden auf dem 120 ha großen Grüngürtel 150 Moorochsen, die Kreuzungen zwischen den genügsamen Rassen Galloway und Aberdeen sind. Die Tiere werden mit sechs bis acht Monaten angekauft und bleiben ganzjährig auf der Weide – im Winter entweder in einem Winterunterstand oder auf der Winterweide – bis sie ungefähr drei Jahre alt sind. Diese langsame Aufzucht mit natürlichem Futter – die Weide bleibt natürlich ungedüngt – macht sich in der Qualität und im Geschmack des Fleisches bemerkbar.

Der Zickentaler Moorochse ist eine geschützte Marke und trägt zur Stärkung der regionalen Landwirtschaft bei. Spannende Erlebnistrails und alle Sinne ansprechende Spaziergänge für Kinder und Erwachsene am Rande des Moores fördern die Entwicklung des sanften Tourismus.

Ebenso positiv ist die Erholung des Moores und der dortigen Flora und Fauna: In regelmäßigen Bodenuntersuchungen konnte eine Regenerierung des Moores festgestellt werden, die pflanzliche Artenvielfalt der einstigen Weiden und des Moores ist wieder vorhanden und auch Bodenbrüter wie das Braunkehlchen und der Wachtelkönig sind zurückgekehrt.

 

Verein „rund um’s moor“

 

Obmann Hermann Ofner

7551 Rohr Nr. 150

   T +43 (0)3326/54102

 

 

   Dr. Jürgen Frank

   Projektleiter

   T +43 (0)3322/42786

 

 

Verein „Rinderweide am Zickentaler Moor“

 

Obmann Werner Sinkovics

7543 Eisenhüttl Nr. 18

T +43 (0)3328/32303

sinkovics@aon.at

 

 

 

Lokale Führungen

 

Peter Kühne

T +43 (0)664/5966858

peter-moor@gmx.at

 

Links

 

-> Über den Zickentaler Moorochsen

www.moorochse.at

-> Rund ums Moor

www.weidegans.at/Seiten/MenueLinks/Partner.htm

-> Genuss Region Zickentaler Moorochse

www.genuss-region.at/genussregionen/burgenland/zickentaler-moorochse/index.html

-> Besuch bei den Moorochsen mit Servus TV

www.genuss-region.at

 eyJJTUciOiI4MDk5NiIsIldJRFRIIjoiIiwiSEVJR0hUIjoiIiwiU0FWRV9XSCI6Im9uIiwiQUREQ0xBU1MiOiIiLCJSTU9ERSI6InNxdWVlemUiLCJFWFQiOiJqcGciLCJDUk9QIjoiIn0=

eyJJTUciOiI4MDk5NCIsIldJRFRIIjoiIiwiSEVJR0hUIjoiIiwiU0FWRV9XSCI6Im9uIiwiQUREQ0xBU1MiOiIiLCJSTU9ERSI6InNxdWVlemUiLCJFWFQiOiJqcGciLCJDUk9QIjoiIn0=

eyJJTUciOiI4MDk5NSIsIldJRFRIIjoiIiwiSEVJR0hUIjoiIiwiU0FWRV9XSCI6Im9uIiwiQUREQ0xBU1MiOiIiLCJSTU9ERSI6InNxdWVlemUiLCJFWFQiOiJqcGciLCJDUk9QIjoiIn0=


Einen Moment bitte, Daten werden geladen ...

Nach oben