Die südburgenländische Weidegans


 

Die Gans kehrt ins Burgenland zurück

 

Seit jeher gehörten Gänse zum alltäglichen Anblick der Menschen, die in der Gegend des heutigen Burgenlands wohnten. Schon in der Legende des Heiligen Martin, des Schutzpatrons des Burgenlands, spielen sie eine Rolle.

Dies änderte sich, als man um 1960 mit der Spezialisierung in der Agrarwirtschaft begann und kleinbäuerliche Strukturen immer mehr verschwanden – und damit auch die Gänse.

Vor 10 Jahren entstand ein Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hatte, die Gänsehaltung, so wie sie seit Jahrhunderten gepflegt worden war, wieder aufleben zu lassen: Die Gänse sollten frei auf großen Weideflächen gehalten werden und somit zu einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung und zudem zu einer wirtschaftlichen Stärkung des Südburgenlands beitragen.

 

Von Anfang an war Siegfried Marth vom Masi-Hof in Hagensdorf an der Teilnahme an diesem Projekt interessiert und gehörte schließlich zu den 17 Bauern, die im Jahr 2002 mit der Gänsehaltung begannen. Gemeinsam mit seiner Schwester Susanne Seier betreut Siegfried Marth heute bereits 500 Gänse, die auf großen saftigen Weideflächen leben. Ein eigener Schlachtraum am Hof gewährleistet auch eine für die Tiere stressfreie Schlachtung.

 

Um eine artgerechte Haltung und Betreuung zu gewährleisten, suchte Siegfried Marth das Gespräch mit anderen Gänsebauern in Österreich und älteren Menschen, die noch selbst Gänse gehabt hatten. „Die Gans ist das eigentliche Wappentier des Burgenlands“, schmunzelt Herr Marth, wenn er an die Infoveranstaltungen zur Südburgenländischen Weidegans denkt, bei denen ihm viele ältere Besucher von ihren Erinnerungen an das Dorfleben mit den Gänsen und von ihren Erfahrungen mit der Haltung der Gänse erzählen. Auch auf diese Weise wird altes Wissen an die junge Generation von Gänsebauern überliefert. Nur die vielen Geheimrezepte, beispielsweise wie man das Martinigansl am besten zubereitet, werden nicht verraten, sondern nur innerhalb der Familie weitergegeben.

 

Dass Siegfried Marth die Tradition hochhält, erkennt man auch am Gewand, das er als Gänsehirte trägt. Aus handgewebtem Leinen seiner Großmutter hat er sich eine weiße Tracht genäht, die an das ungarische Schnittergewand der Gegend erinnert. Von seinem Großvater stammen die alten Rohrstiefel.

 

 

 

Betriebskooperation Susanne Seier u. Siegfried Marth

 

Hagensdorf 116

7522 Strem

T +43 (0)664/4109988

siegfried.marth@aon.at

 

 

 

 

Regionaler Ansprechpartner

 

Landwirtschaftliches Bezirksreferat Güssing

 

Christian Reicher

Stremtalstraße 21a

7540 Güssing

T +43 (0)3322/42610

christian.reicher@guessing.lk-bgld.at

 

Links

 

-> Betriebskooperation Seier und Marth

-> www.masihof.at/gans.html

-> Über die Weidegans in Österreich

www.weidegans.at/Seiten/MenueLinks/Partner.htm

-> Über die Weidegans im Burgenland

www.traditionelle-lebensmittel.at/article/articleview/73402/1/26085/

-> Genuss Region Weidegans

www.genuss-region.at/genussregionen/burgenland/suedburgenlaendische-weidegans/index.html

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