Die Kultur der Roma


 

Gelebte Kultur im Alltag

 

Wenn man an die Kultur der Roma denkt, denkt man wahrscheinlich zuerst an ihre Musik – wohl zurecht. Denn die Musik nahm schon immer einen zentralen Platz nicht nur im kulturellen Leben sondern auch in ihrem Alltag ein und daran hat sich wenig geändert. „Es gibt laufend Veranstaltungen und Konzerte“, so Emmerich Gärtner-Horvath vom Verein Roma Service, „denn die Musik wird wie früher hochgehalten und die Tradition weitergegeben.“ Roma-Musikgruppen, die sogenannten „Bandas“, spielten früher und tun es auch noch heute, bei Hochzeiten und anderen Festen im Burgenland und sind für das Roma- und ebenso das burgenländische Liedgut zu bedeutenden Kulturträgern geworden.

 

Zur Musik gehört immer auch der Tanz, dessen Schrittfolgen während der Feste den Kindern beigebracht werden. Während früher das Liedgut mündlich tradiert wurde, so bemüht man sich heute, die Lieder im Phonogramm-Archiv zu dokumentieren. Besonderes Engagement zeigen diesbezüglich die Sprachwissenschaftler Mozes Heinschink und Dieter Hallwachs. Die Dokumentation ist besonders wichtig, da bereits viel Liedgut und anderes kulturelles Wissen verloren gegangen ist: Durch die fast gänzliche Auslöschung einer Roma-Generation während des Nationalsozialismus konnte vieles, das rein mündlich tradiert wurde, nicht bewahrt werden, wie beispielsweise Märchen und Sagen. Durch die Verschriftlichung des Romani (siehe Kulturschatz „Das Romani – Gelebte Identität durch gelebte Sprache“) konnte nun eine Sammlung von Märchen der Roma herausgegeben werden.

 

Die Roma galten seit jeher als sehr gute Kunsthandwerker, ob es sich dabei um den Bereich der Kunstschmiede, der Korb- oder Sesselflechter handelt – in den Arbeiten von Karl Horvath, um nur einen der vielen Roma-Künstler zu nennen, lebt diese Tradition weiter.

Für traditionelle Speisen werden oftmals Innereien verarbeitet – heute sind diese aber aufgrund von Hygiene-Vorschriften leider nur noch schwer zu bekommen und viele traditionelle Rezepte geraten in Vergessenheit.

 

Bedeutsam ist das Bewahren des Wissens um natürliche Heilmittel; so wird beispielsweise bei Lungenproblemen Igelschmalz verwendet, Erdäpfelscheiben bei Fieber oder auch das große Krenblatt.

 

 

 

Verein Roma-Service

 

   c/o Emmerich Gärtner-Horvath

   Gartenstrasse 3

   7511 Kleinbachselten

   T +43 (0)3366/78634

   office@roma-service.at

Links

-> Verein Roma-Service

www.roma-service.at

-> Verein Roma Oberwart

www.verein-roma.at

-> Volkshochschule der Burgenländischen Roma

www.vhs-roma.eu

-> Verein Romano Centro

www.romano-centro.org

-> Kulturverein österreichischer Roma

www.kv-roma.at

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