Der Uhudler


 

Der Burgenländer aus Amerika

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts standen die Weinbauern Europas vor einem scheinbar unlösbaren Problem.  Ausgehend von Amerika wurde die Reblaus, ein unaufhaltsamer Schädling im Weinbau, nach Europa eingeschleppt. Unzählige Versuche, die traditionellen Weinsorten zu retten, scheiterten. Durch Kreuzungen von amerikanischen und europäischen Reben gelang es zum Ende des 19. Jahrhunderts schließlich Hybridsorten zu züchten, die sich gegen den Schädling als resistent erwiesen.

 

Bis zum heutigen Tag konnte die Reblaus nicht aus Europa zurückgedrängt werden. So werden gegenwärtig fast ausschließlich eingeführte resistente Sorten mit edlen einheimischen Sorten bepfropft, also veredelt. Dadurch kann die Reblaus zumindest in Schach gehalten werden.

 

Einen anderen Weg gehen die südburgenländischen Uhudler-Winzer. Ihre Weine entstehen aus den unveredelten Direktträgern, also den resistenten Weinsorten,  die vor etwas mehr als 100 Jahren nach Europa eingeführt wurden. Diesen Sorten können neben der Reblaus auch einige Pilzkrankheiten nichts antun und sind somit kaum auf eine chemische Behandlung angewiesen.

 

Es dauerte aber lange, bis sich diese südburgenländischen Weine von den hartnäckigen  Vorurteilen, dass sie gesundheitsschädlich seien, befreien konnten.  Die Tradition, aus Direktträgern Wein zu keltern, schien besiegelt zu sein, als nach dem Weinskandal der 80er Jahre die Weingesetzte verschärft und der Uhudler verboten wurde.

 

Mittlerweile wurden die Bedenken gegenüber dem Uhudler aus dem Weg geräumt. So darf in eigenen Gemeinden des Südburgenlands Wein der Direktträger Concord, Delaware, Elvira, Isabella und Ripatella vermarktet werden.  Da diese Sorten meist rote, gelegentlich aber auch weiße Trauben tragen, ergibt der Uhudler eine hellrote Farbe, die dem Rosé ähnlich ist. Der unverkennbare Geschmack, auch Fox-Ton genannt, wird mittlerweile von einem breiten Publikum geschätzt. So konnte sich der Uhudler als Besonderheit des Südburgenlandes weit über die Grenzen des Landes einen Namen machen.

 

Bei diversen Winzern der Bezirke Güssing und Jennersdorf kann der Uhudler erworben werden. Das Freilichtmuseum Gerersdorf verfügt außerdem über einen Weingarten, dessen Trauben alljährlich vor den Augen der Besucher mit einer uralten Kelter zum Uhudler gepresst werden.

 

 

 

 

Verein „Freunde des Uhudler“ - Weinidylle Südburgenland

 

Weinmuseum 1

7540 Moschendorf

T +43 (0)3324/6318

office@weinidylle.at

 

 

 

 

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

 

Riegelbergen Ensemble Gerersdorf

7542 Gerersdorf

T +43 (0)3328/32255

freilichtmuseum.gerersdorf@aon.at

 

Links

 

-> Freunde des Uhudlers

www.uhudlerverein.at

-> Freilichtmuseum Gerersdorf

www.freilichtmuseum-gerersdorf.at/index.htm

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