Lebenselexier aus der Tiefe
Die burgenländischen Heil- und Mineralquellen


Das Burgenland birgt einen unermesslichen Gesundheitsschatz in der Tiefe: das Wasser. In Thermen und Kuranstalten wird es zum Trinken wie zum Baden genützt. In jedem Fall wirkt pannonisches Wasser belebend, in vielen Fällen sogar heilend.

Das Burgenland birgt einen unermesslichen Gesundheitsschatz in der Tiefe: das Wasser. In Thermen und Kuranstalten wird es zum Trinken wie zum Baden genützt. In jedem Fall wirkt pannonisches Wasser belebend, in vielen Fällen sogar heilend.

Allerorten plätschert und gurgelt, sprudelt und gluckst es: Das Burgenland ist reich an Quellen. Zahlreiche davon sind als Heilwässer anerkannt. Eine vulkanische Zone zieht sich aus Slowenien bis weit ins Land und erhitzt seit Urzeiten in bis zu 3.200 Metern Tiefe jenes Nass, das in Thermalquellen an die Oberfläche brodelt. Aus geringerer Tiefe stammen die pannonischen Mineralwässer, die “Säuerlinge”. Die wurden manchmal auf geradezu sagenhafte Weise entdeckt - wie etwa das Kobersdorfer Wasser. Vor gut 500 Jahren fiel nämlich den Bauern des mittelburgenländischen Ortes auf, dass die Büffel und Langhornrinder ein bestimmtes Wasserloch bevorzugten. Dieses besonders erfrischende Wasser fassten sie in einem Brunnen, heute füllt man es als “Waldquelle” in Flaschen ab.

Einige weitere renommierte pannonische Mineralwassermarken erinnern ebenfalls bekömmlich daran, dass das Burgenland über Österreichs größtes Mineralwasser-Vorkommen verfügt. Mit dem heilkräftigen Wasser der “Römerquelle” aus Edelstal soll schon Kaiser Marc Aurel (121 - 180 n. Chr.) eine Verwundung auskuriert haben. Das kristallklare JUVINA aus den Deutschkreutzer Quellen ist ideal für Knochen, Haut, Haare und Nägel. Und das unter dem Namen “Güssinger” vertriebene Heilwasser der “Vitaquelle” Gerersdorf zeichnet sich durch viel natürliche Kohlensäure aus.

Vital mit Therme & Kur

 

Im warmen Wasser einer pannonischen Therme ins Freie schwimmen und die malerische Landschaft genießen - das tut Körper und Geist gleichermaßen gut. Zum Beispiel in der St. Martins-Therme & Lodge in Frauenkirchen, wo das Thermal-Mineralwasser einer anerkannten Heilquelle mit 43° C sprudelt und den Rücken entspannt. Im Familienparadies der Sonnentherme Lutzmannsburg legt man großes Augenmerk darauf, dass Schwangere und Babys die wohltuendende Wirkung des Thermalwasssers nützen können. In der Alegria Therme Stegersbach fließt das Thermalwasser aus zwei Quellen, eine davon ist 3.200 Meter tief. Hier lindert man Probleme der Haut und des Bewegungsapparats. Auch in der Therme Loipersdorf kann man Bewegungsapparat und Gelenken Gutes tun - mit 62° C warmem Wasser aus 1.200 Metern Tiefe.

Gleich drei Heilmittel kommen im top-modernen Traditionskurort Bad Tatzmannsdorf zum Einsatz: das kohlensäurehaltige Mineralwasser, das Heilmoor und das Thermalwasser. Hier behandelt man eine Fülle von Beschwerden - von chronischen Schmerzen über Kreislauf- und Wirbelsäulenprobleme bis zu Darmerkrankungen. Im Kurort Bad Sauerbrunn in der idyllischen Rosalia wendet man ebenfalls drei natürliche Heilmittel an - einen „Säuerling", das Heilwasser der Thermalquelle und Kohlensäure-Trockengas. So kuriert man hier Erkrankungen des Stützapparats, des Kreislaufs und der Nieren.

 

Burgenlands sagenhafte Quellen

Über bequeme Steinstufen steigt man mitten in Breitenbrunn hinunter zur Fassung einer uralten Quelle. “Breit um den Brunnen”, erzählt hier ein Kupferschild, lag der Ort seit jeher und kam so zu seinem Namen. Auch Bad Sauerbrunn, Heiligenbrunn und andere pannonische Ortsnamen zeigen, wie bedeutend Quellen für die Menschen im Land der Sonne stets waren.

Deshalb rankt sich um manch einen Brunnen die eine oder andere Sage. So auch um das Hexenbründl bei Jois, wo ein goldener Hirsch vergraben sein soll. Überrascht man die Hexen, die nachts hier angeblich baden, so fliegen sie als Gänse davon. Wahre Wunder sagt man übrigens dem Wasser der Marienquelle im südburgenlänischen Ollersdorf nach. Der Legende zufolge ist die Quelle 1626 plötzlich nach einem Unwetter in einem Krautacker entsprungen, bei dem man ein Marienbild fand.


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