Ausstellungseröffnung- Verdichtungen Johannes Haider

Radierungen, vor allem aus dem großformatigen Zyklus „die wilde rose überzieht das hügelland“   Der zwölfteilige Zyklus ist wie ein aufbrausendes, sich verdichtendes und wieder abschwellendes Musikstück gebaut. Der Aufbau der Drucke ist beinahe symmetrisch, dennoch bemerkt man feine Unterschiede, die durch den variierenden Einsatz der Platten zustande kommen. Der Entstehungsprozess der Serie korrespondiert mit dem Wucherungsprozess der wilden Rose, die man tatsächlich in der Gegend des Ruster Hügellandes erlebt, wenn man abseits der Wege wandernd vom undurchdringlichen Dickicht der Dornenhecken gehindert wird, die geplante Route fortzusetzen. Das Dornengewirr wird zur Grenze, aber es spiegelt auch den Faktor Zeit in der Natur wieder. Länger nicht gepflegte Flächen werden von den Dornen überwuchert, das darunter Liegende verborgen und erstickt. Das Verletzende der spitzen Dornen findet man auch in der Materialität des Kupfers, wenn die scharfen Grate der Kaltnadeltechnik die Haut des Bearbeitenden gefährden. (Eva Maltrovsky)   Arbeiten von Johannes Haider finden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in Österreich, der Schweiz, Italien, Schweden, England, USA, Spanien.   Kuratorin der Ausstellung: Mag. Dr. Eva Maltrovsky   Die Ausstellung ist bis 20. März 2019 zu den Öffnungszeiten des Bildungshauses geöffnet.


07.03.2019 17:00 Uhr

Haus der Begegnung
Kalvarienbergplatz 11, 7000 Eisenstadt


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