Schuhmühle Schattendorf

„Die ganze Mühle ist Museum“

Die Wulkaebene gehörte schon früh zum „Mühlviertel“ des Burgenlandes. Die historische Schuhmühle Schattendorf ist touristisches Highlight der Region und gleichzeitig Bildungsstätte bedeutender österreichischer Volkskultur.

Liebevoll und fachmännisch restauriert, ermöglichen die Räumlichkeiten des historischen Gebäudes in denen sich auf drei Etagen ein großer Teil der originalen Maschinen und verschiedene Gerätschaften befinden, einen interessanten Einblick in die Arbeit und den Alltag einer Müllerfamilie.

Weiters wird auf der ersten Etage im Rahmen einer kleinen Dauerausstellung der geschichtsträchtigen „Schüsse von Schattendorf“ gedacht. Anhand eines Films und einiger Originaldokumente werden jene Ereignisse vom 30. Jänner 1927 festgehalten, deren Ergebnisse – zwei Tote, 5 Verletzte und der Freispruch der Täter durch ein Geschworenengericht – im folgenden der Auslöser für die so genannte Österreichische Julirevolte war und die weitere Entwicklung der Republik Österreich maßgeblich beeinflussten.

Die zweite Etage ist der Müllerfamilie Schuh gewidmet.

 

„Eine Mühle schreibt Geschichte“
Einst klapperte eine Getreidemühle am Tauscherbach.

Seit ihrer Erbauung im Jahr 1498 musste sie Flammen weichen und überstand einige Kriege. Der Grundstock der heutigen Mühle stammt aus dem Jahr 1802.Ihren Namen verdankt sie Petrus Schuh, der das Gebäude um 1800 erwarb und den darauf folgenden Generationen. Die Familie betrieb die Mühle bis in die 1970-er als Getreidemühle und trug damit wesentlich am wirtschaftlichen Aufschwung der Gemeinde Schattendorf und der umliegenden Region bei. 

Im Jahr 2009 wurde das leer stehende Gebäude auf Initiative der Marktgemeinde Schattendorf saniert, um schließlich im Jahr 2015 als attraktives, charmantes Kultur- und Veranstaltungshaus neu aus der Taufe gehoben werden zu können.

Die Schuhmühle ist eine der letzten historischen Mühlen des Burgenlandes. Seit der Eröffnung können sich Besucher davon überzeugen, dass sich in der Mühle Kunst, Kultur, Bildung, Kommunikation und vor allem Menschen verbinden.

Attraktiv und professionell ausgestatteten Räumlichkeiten werden für unterschiedlichste Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Qualitativ hochwertige Kultur- und Bildungsprogramme finden ganzjährig statt. Dazu gehören Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen  ebenso wie Museumsführungen, Genuss-Seminare, der Nachmittagskaffee im „Treffpunkt Mühle“ oder die Trauung unter dem Mühlengebälk. Mit der hauseigenen „Mühlenakademie“ wurde eine innovative Einrichtung zur Weiterbildung geschaffen.

Die Schuhmühle beherbergt eine Dauerausstellung mit dem Titel „Die Schüsse von Schattendorf.“ Sie bildet den Auftakt oder den Schlussakkord für Ausflüge und Rundreisen in den Naturpark Rosalia-Kogelberg oder zu Kulturstädten im Nachbarland Ungarn.

In der eigenen Vinothek und dem gut sortierten Mühlenladen werden die Gäste auf Wunsch bewirtet und mit Schmankerl und Mitbringsel aus der Region versorgt. 

 

„Sebastian das Mühlengeisterchen“
Ein Geist mit Grips und guten Geschmack!

Seit Oktober 2015 hat das kleine, liebenswerte Mühlengeisterchen, aus der Feder von Uschi Zezelitsch, im Gebälk der Schuhmühle seine Heimat gefunden. Dem ewigen Heulen um Mitternacht und dem langweiligen Leben im ausgestorbenen Schloss überdrüssig hat er sich in Schattendorf nieder gelassen und genießt die Gesellschaft der jungen Mühlengäste in vollen Zügen.

Er liebt Getreidekörner, Dinkelkekse und  - wie könnte es anders sein -  Gespenstergeschichten. Seinen Geburtstag feiert Sebastian daher immer am 31. Oktober mit einem großen „Geisterchenfest“.

Im Rahmen von Kindergarten-, Schul- und Familienprogrammen, Erlebniswerkstätten sowie Festen im Jahreskreis vermitteln Sebastian und sein Team spielerisch Kultur, Brauchtum und Handwerk mit Spaß und Grips!

 

 



Einen Moment bitte, Daten werden geladen ...

Nach oben