Rust
Viel mehr als nur die Stadt der Störche und des Weins


Jedes Jahr im Frühling sind sie im Anflug auf die Dächer von Rust: die majestätischen Weißstörche. Sie sind nicht nur die bekanntesten Vögel des Burgenlandes, sondern auch Wappentier der Freistadt. Rust ist eine mittelalterliche Stadt und ein architektonisches Juwel des Burgenlandes.

Das Stadtrecht besitzt Rust seit 1681. Damals wurde sie zur königlich-ungarischen Freistadt erhoben. Den Charme und die besondere Atmosphäre längst vergangener Tage strahlt Rust auch heute noch aus. Es sind vor allem auch die architektonischen Reize, die Rust zu einem Juwel des Burgenlandes machen und Besucher von nah und fern magisch anziehen. Bei einem gemütlichen Spaziergang durch die denkmalgeschützte Altstadt darf eine Station nie fehlen: die Fischerkirche, ein kunst- und kulturhistorisches Juwel des Burgenlandes. Sie war Teil der Wehranlage und ist den beiden Heiligen Pankratius und Ägidius geweiht. Tipp: In der Kirche befindet sich die älsteste bespielbare Orgel des Burgenlandes aus dem Jahr 1705 sowie bedeutende und reichhaltige mittelalterliche Freskenbestände.
Das malerische Ambiente der Freistadt erfreut allerdings nicht nur Touristen. Auch nationale und internationale Filmemacher schätzen Rust als Filmkulisse. Ein Beispiel dafür ist "Der Winzerkönig" mit Publikumsliebling Harald Krassnitzer in der Hauptrolle. Den Namen "Gasthof Stickler" findet man heute noch. Und eine Fahrt mit dem Oldtimertraktor auf den Spuren der TV-Schauplätze erschließt die landschaftlichen Reize. Wer dabei hungrig wird, kann im Anschluss aus einem reichhaltigen Angebot wählen: zahlreiche Gastronomie-Betriebe von "rustikal" bis "gediegen" verwöhnen jeden Gusto.

Beim anschließenden Verdauungsspaziergang kann man mit etwas Glück auch eines der etwa 15 Storchenpaare entdecken, die jedes Jahr in Rust brüten, bevor sie im Herbst in ihre Winterquartiere ziehen. Kein Wunder, dass sich hier die Vögel wohlfühlen: kümmert sich doch der Storchenverein Rust darum, dass ihre Futterplätze geschützt sind und die Tiere nicht gestört werden. Außerdem helfen die Bewohner den Störchen beim Bau der Nester.

 

Einige Infos zu den Störchen

Dieses Jahr haben 20 Storchenpaare ihre Nester in der Freistadt Rust bezogen. Die Storchenkinder sind auch bereits geschlüpft und werden von den Eltern mit ausreichend Futter versorgt. Zur Zeit können wir nur schätzen, aber es sind mind. 40 Storchenbabys in den Nestern. Ende Juni 2018 können wir dann ganz genau sagen, wie viele Junge Störche dieses Jahr bei uns geboren sind.

Eine Storchenfamilie braucht ca. 20.000 m² Feuchtwiesen zum Überleben (4-6 kg Futter am Tag). Jungstörche schlüpfen nach 32-34 Bruttagen. Sie wiegen dabei nur 65-80 Gramm. 30 Tage nach dem Schlüpfen wiegt ein Jungstorch bereits etwa 2 kg. Ein Jungstorch wird im Alter von 2 Monaten "flügge" - er beginnt zu fliegen. Störche sind keine Nahrungsspezialisten, sie fressen jegliche tierische Nahrung. Menüplan eines Storches: Insekten, Larven, Regenwürmer, Schnecken, Mäuse, Frösche, kleine Schlangen, Küken, Fische... Die Störche kommen Ende März - Anfang April in Rust an und verlassen uns wieder um den 20. August. Das Winterquartier unserer Störche befindet sich in Zentral- und Südafrika. Die Flugstrecke beträgt etwa 10.000 km. Der Herbstzug nach Afrika dauert ca. 3 Monate. Retour benötigen die Störche nur 2 Monate.





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