Im August 2026 wurden im Burgenland 497.726 Nächtigungen verzeichnet, um 5,7 % weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die ausgeprägten Hitzeperioden waren dabei ein wesentlicher Einflussfaktor. Von Jänner bis August liegt das Burgenland mit 2.444.810 Nächtigungen und einem leichten Minus von 0,9 % weiterhin annähernd auf dem Rekordniveau des Vorjahres.
Der außergewöhnlich heiße Sommer 2026 hat das Reiseverhalten im nicht-alpinen Österreich spürbar beeinflusst. Im Burgenland wurden im August 497.726 Nächtigungen verzeichnet, um 5,7 % weniger als im August des Vorjahres. Besonders die lang anhaltenden Hitzeperioden mit Temperaturen von teilweise deutlich über 35 Grad führten zu einigen Verschiebungen bei Reiseentscheidungen, Stornierungen und vereinzelt auch zu vorzeitigen Abreisen. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung des bisherigen Jahres, dass die touristische Nachfrage im Burgenland weiterhin stabil auf hohem Niveau liegt: Von Jänner bis August wurden 2.444.810 Nächtigungen erzielt – lediglich 0,9 % weniger als im bisherigen Rekordjahr 2025.
„Der August hat gezeigt, dass sich das Reiseverhalten bei außergewöhnlichen Wetterlagen kurzfristig verändern kann. Bei Temperaturen von deutlich über 35 Grad werden Aktivitäten wie Radfahren, Wandern, Naturexkursionen oder längere Aufenthalte im Freien naturgemäß schwieriger. Gäste reagieren darauf zunehmend flexibel und entscheiden kurzfristiger oder verschieben ihre Burgenland Urlaube“, so Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel.
„Gleichzeitig sehen wir sehr deutlich, welches Potenzial das Burgenland trotz Rekordtemperaturen im Sommer hat, von unseren Badeseen, Bädern, Seebädern, dem Neusiedler See bis zu den Thermen- und Wellnessangeboten, dem Kultursommer und unseren kulinarischen Highlights. Das pannonische Klima ist und bleibt eine große Stärke des Burgenlandes, insbesondere im Frühling und Herbst. Genau diese Monate bieten hervorragende Bedingungen für Outdoor-Erlebnisse, beispielsweise in unseren 6 Naturparken und dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Deshalb werden wir weiterhin die Saisonzeiten außerhalb der klassischen Hochsommermonate konsequent weiterentwickeln.“
August von außergewöhnlicher Hitze geprägt
Im August 2026 wurden im Burgenland 497.726 Nächtigungen verzeichnet. Gegenüber August 2025 entspricht das einem Rückgang von 5,7 % bei den Nächtigungen und 7,4 % bei den Ankünften.
So erreichten Gäste aus Niederösterreich mit 103.828 Nächtigungen ein Plus von 3,0 %. Besonders erfreulich entwickelten sich die internationalen Nachbarmärkte: Aus Ungarn wurden 12.990 Nächtigungen (+20,5 %), aus der Tschechischen Republik 10.782 (+11,3 %) und aus der Slowakei7.012 (+2,9 %) verzeichnet.
Jahresbilanz bleibt stabil auf hohem Niveau
Betrachtet man die ersten acht Monate des Jahres, relativiert sich der Rückgang des Augusts deutlich. Von Jänner bis August 2026 wurden im Burgenland insgesamt 2.444.810 Nächtigungen verzeichnet. Damit liegt das Ergebnis lediglich 0,9 % unter dem Rekordwert des Vorjahres.
Die Nächtigungen inländischer Gäste gingen um 1,3 % auf 1.848.823 zurück, während die Nächtigungen aus dem Ausland sogar leicht um 0,5 % auf 595.987 zulegten.
Besonders erfreulich entwickeln sich in diesem Ganzjahresvergleich weiterhin mehrere Herkunftsmärkte. Zuwächse gibt es aus Niederösterreich (+3,2 %), Vorarlberg (+12,6 %) und Wien (+1,1 %). Auch die internationalen Nachbarmärkte bleiben wichtige Wachstumstreiber: Ungarn (+13,9 %), Tschechien (+13,1 %) und die Slowakei (+2,2 %) liegen deutlich über dem Vorjahresniveau.
„Dass wir nach acht Monaten trotz eines außergewöhnlich Hochsommermonats nur knapp unter dem Rekordjahr liegen, zeigt die breite und stabile Nachfrage nach dem Burgenland“, betont Tunkel.
Ganzjahrestourismus und Klimaanpassung als Chance
Die Erfahrungen dieses Sommers unterstreichen damit die Bedeutung der Ziele der burgenländischen Tourismus-Strategie 2030. Klimatische Veränderungen und zunehmende Wetterextreme können das Reiseverhalten kurzfristiger und flexibler machen. Gleichzeitig eröffnen sich für Destinationen wie dem Burgenland große Chancen in den Saisonverlängerungen.
„Gemeinsam mit unseren drei Erlebnisregionen setzen wir bereits heute gezielt auf starke saisonverlängernde Angebote. Dazu zählen im Frühjahr unter anderem Losradeln, Aufblühen und das See Opening, im Herbst die burgenländischen Naturerlebnistage, das Martiniloben und erstmals das Halloween-Erlebnis auf Burg Schlaining sowie in der Adventzeit die Winterwunder Burgenland Events mit über 50 Locations im ganzen Land“, so Tunkel abschließend.