Die Musik
Im Jahr 1874 schreibt Modest Mussorgski den Klavierzyklus BILDER EINER AUSSTELLUNG inspiriert von einer Ausstellung der Zeichnungen und Bühnenentwürfe seines verstorbenen Freundes Viktor Hartmann. In einem musikalischen Spaziergang durch diese Ausstellung gibt Mussorgski in seiner Komposition die Stimmungen und Gefühle, die diese Bilder in ihm erzeugten, wieder.
Die Melodien der „Promenade“, der „Küken in ihren Eierschalen“ oder des „Bydlo“, des russischen Ochsenkarrens, sind heute weltweit bekannt und vielfach musikalisch bearbeitet worden, doch fast alle originalen Bilder Hartmanns sind verloren gegangen und leben nur mehr in Mussorgskis Musik weiter.
Das Stück
In ihrer Inszenierung als visuelles Theater hat Karin Schäfer den ursprünglichen Entstehungsprozess umgekehrt: so wie der Komponist einst aus Bildern Musik werden lies, so entwickelte sie aus der Musik heraus, aus den Klangfarben und den tonalen Geschichten, die von den einzelnen Musikstücken erzählt werden, neue, von den ursprünglichen und verloren gegangenen Originalen gänzlich verschiedene „Bilder“.
Es ist dies eine sehr spezielle Ausstellung, denn sie wird durch die Musik zum Leben erweckt und dir darin ausgestellten Bilder erzählen mit Figuren, Licht und Schatten, Projektionen und Bewegung ihre eigenen - ebenso humorvollen wie überraschenden - neuen Geschichten.
Dauer: ca. 60 Minuten, keine Pause