Am Sonntag, den 27. September 2026, öffnen in ganz Österreich wieder hunderte Denkmale ihre Türen und laden bei freiem Eintritt dazu ein, unser kulturelles Erbe neu zu entdecken. Unter dem Motto „Denkmale: Wert für alle.“ zeigen wir gemeinsam, welchen gesellschaftlichen, kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Wert Denkmale für uns alle haben.
Das Österreichische Jüdische Museum hat seinen Sitz im sogenannten Wertheimerhaus, einem historischen Gebäude des ehemaligen jüdischen Viertels von Eisenstadt. Es befindet sich somit an einem Ort, an dem mehr als 250 Jahre lang eine namhafte jüdische Gemeinde angesiedelt war. Das Museum war das erste jüdische Museum in Österreich, das nach 1945 gegründet wurde. Bei einem Besuch können Sie die älteste in ihrer ursprünglichen Funktion erhaltene Synagoge Österreichs, die (Privat-)Synagoge Samson Wertheimers, und die Sammlungen des Museums besichtigen, sowie einen Eindruck des ehemaligen jüdischen Viertels und der beiden jüdischen Friedhöfe gewinnen. Das Museum gehört dem gemeinnützigen Verein ›Österreichisches Jüdisches Museum in Eisenstadt‹, der sich bereits im April 1972 konstituierte. Dem Verein gehören die neun Bundesländer, die Republik Österreich, sowie die Freistadt Eisenstadt und die Israelitische Kultusgemeinde an.
Schwerpunkt und Programm
Das Interreg-Projekt „Smart Map of Jewish History" steht in besonderer Weise im Einklang mit dem heurigen Motto. Das Projekt macht jüdisches Kulturerbe im grenzüberschreitenden Raum digital sichtbar, zugänglich und nachhaltig erlebbar – und eröffnet damit neue Zugänge zu Geschichte, Erinnerungskultur und regionaler Identität.
TOUREN
12:30 bis 13:30 – Ehemaliges Jüdisches Viertel in Eisenstadt
Treffpunkt: Österreichische Jüdische Museum
Das Projekt "Smart Map of Jewish History" wird den Besucher:innen durch einen Rundgang mit den Projektmitarbeiter:innen im ehemaligen Jüdischen Viertel Eisenstadts und bei einem Besuch des Österreichischen Jüdischen Museums nähergebracht.
Kategorie: Spaziergang
Anmeldung: Es ist keine Anmeldung notwendig.
10:00-11:30 Uhr – Denkmale im öffentlichen Raum in Eisenstadt
Treffpunkt: Ecke ruster Straße-Dr. karl Renner-Straße, beim "Leinnerhaus"
Denkmale im öffentlichen Raum dienten über Jahrhunderte als Wegmarken, Orientierungspunkte oder Orte der stillen Einkehr. Sie erinnern an besondere Ereignisse wie Seuchen, berühmte Persönlichkeiten oder Jubiläen. Manche von ihnen bilden heute noch dominante Blickpunkte – etwa die strahlend weiße Sitzstatue von Franz Liszt oder die Jubiläumssäule vor dem Landhaus. Andere wiederum scheinen sich im Stadtbild zu verlieren – und geben doch Erinnerung an ihre Stifter.
Auf einem rund 90-minütigen Spaziergang spürt die Historikerin Dr. Brigitte Krizsanits bekannten und weniger bekannten Denkmalen im öffentlichen Raum nach.
Kategorie: Stadtführung
Anmeldung: Es ist keine Anmeldung notwendig.
Informationen und Details:
www.tagdesdenkmals.at/programm