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Vortrag - Menschen am Fluss im globalen Süden. Erfahrungen und Information

13.10.2026

Was bedeutet es, einen Fluss als lebendiges Wesen und nicht bloß als Naturressource zu verstehen? Und welche Bedeutung haben Flüsse für die Menschen, die mit und von ihnen leben? Der Vortrag nimmt diese Fragen ausgehend von den Erfahrungen von Menschen im globalen Süden in den Blick. Ein Beispiel ist der Fluss Los Cedros in Ecuador, dem 2022 auf Grundlage der ecuadorianischen Verfassung das Recht auf Leben zugesprochen wurde. Den gedanklichen Ausgangspunkt bildet ein Essay des österreichisch-mexikanischen Philosophen und Gesellschaftskritikers Ivan Illich (1926–2002). In „H2O und die Wasser des Vergessens“ (1985) beschreibt er, wie Wasser im Laufe der Geschichte seine mythische Bedeutung verlor und zunehmend zur bloßen Ressource und zum urbanen Reinigungsmittel wurde.
Referentin: ao. Univ.-Prof. Dr. Martina Kaller ist Professorin am Institut für Geschichte der Universität Wien. Sie forscht und lehrt Global- und Lateinamerikageschichte und zur Geschichte von Ernährung, ist Leiterin des Universitätslehrgangs für Höhere Lateinamerika-Studien (Master of Latinamerican Studies) an der Universität Wien und Mitbegründerin des Globalgeschichteschwerpunkts der Studienrichtung Geschichte.

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