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Dorfmuseum Mönchhof

Faszinierende Zeitreise nach anno dazumal

Das Dorfleben von früher wird im Dormuseum Mönchhof hautnah erlebbar gemacht. In den noch voll funktionstüchtigen Werkstätten scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Die Wohnhäuser und Geschäfte bieten einen Einblick in den ehemaligen Alltag. Am Bahnhof wird man in die Vergangenheit zurückversetzt. Und die katholische Kirche erinnert an die Wichtigkeit der Religion zu dieser Zeit. Auch ein Kino ist vorhanden. „Volkskultur pur“ in 35 verschiedenen Gebäuden sozusagen.

Betritt man das Gelände, das auf einem schmalen, aber sehr langen Grundstück angelegt ist, umfängt einen bereits nach wenigen Schritten das Gefühl, man sei mitten in einem Film. Wie in einer Zeitmaschine begibt man sich auf eine spannende Reise in frühere Zeiten.

Von ungefähr 1890 bis 1960 reicht die Spanne, aus der die gesammelten Objekte und Gebäude stammen. Und sie entfalten einen magischen Zauber, den man einfach selbst erleben und spüren muss. Im Gasthaus von damals kann man sich auch heute noch wunderbar stärken. In der Kirche darf auch geheiratet werden. Zum Feiern geht es dann in den urigen Stadel mit ausreichend Platz für die ganze Gesellschaft. Bei Veranstaltungen wie den Handwerkstagen lassen sich Fertigkeiten von früher in den Werkstätten erleben und beim abendlichen Wirtshaussingen geht es fröhlich zu.

„Anfangs in den achtziger und neunziger Jahren hab ich ja über das Sammeln von „Klumpert“ gelächelt“ erzählt Frau Haubenwallner, „der Beppo war da ganz streng, wegwerfen durfte ich gar nichts. Und dass daraus im Lauf der vielen, vielen Jahre ein komplettes Museum werden würde, hätt ich mir auch nicht vorgestellt.“ Inzwischen steht die ganze Familie im Dienst der Bewahrung einer Welt von gestern. „Weil uns einfach am Herzen liegt, dass das Alte für die Jungen bewahrt wird, dafür stecken wir auch gerne viel Arbeit hinein.“

Gegenüber des Museumsareals befindet sich die neueste Attraktion: der ehemalige Mönchhofer Bahnhof, in dem neben anderen Attraktionen drei komplett eingerichtete Waggons besichtigt werden können.

Das Dorfmuseum Mönchhof ist in den Wintermonaten geschlossen, Führungen für Gruppen sind nach Voranmeldung jedoch möglich. Das ganze Jahr über finden interessante Veranstaltungen, auch außerhalb der Öffnungszeiten, statt.

Wann starten Sie Ihre Zeitreise?

Wirtshaussingen
Musik in der Dorfwirtschaft

Im historischen Gasthaus des Dorfmuseums Mönchhof finden an verschiedenen Abenden über das Jahr verteilt besondere Veranstaltungen statt. Eine davon ist das stimmungsvolle Wirtshaussingen, bei dem gemütlich der leichten Muse gefrönt wird. Dem Charakter des Museums entsprechend wird dabei aber nicht nach Popmelodien geschunkelt. Sondern nach althergebrachter Tradition dem Bänkelgesang, den Gstanzln und manchmal auch der hohen Kunst des Dudelns, einer außeralpinen Form des Jodelns, gefrönt. Was auf jeden Fall garantiert ist: Eine musikalische Zeitreise in eine Welt von früher und jede Menge Stimmung, meistens wird auch das Publikum beim Singen miteinbezogen.

Alltag und Feiertag
Die Häuser des Dorfmuseums Mönchhof zeigen lebendige Vergangenheit

„Hoadboden“ (Heideboden) nannte man früher den Teil des Seewinkels, in dem Mönchhof liegt. Und die über 35 Gebäude im Museum zeigen wie die Menschen hier früher lebten, arbeiteten und auch wie sie feierten. Betritt man eines der Häuser, umfängt einem der Geist einer anderen Zeit und es wird leicht, sich die Sorgen, Mühen und auch Nöte der Menschen von anno dazumal vorzustellen. Aber auch die schönen Seiten des Lebens, die Sorgfalt und die Handwerkskunst werden erfahrbar. In der Handwerkerzeile zum Beispiel zeigen die Häuschen der Handwerker, wie mit den damaligen Werkzeugen die wichtigsten Dinge hergestellt wurden.

In den Geschäften des Hutmachers, Bäckers, Friseurs, des Milchhauses oder des Kurzwarenhändlers bekommt man einen lebendigen Eindruck, wo sich die Menschen trafen. Dort wurden auch die Güter des täglichen Bedarfes erworben. Natürlich dürfen auch ein Gasthaus und eine Kirche in keinem Dorf fehlen. Hier gibt es sogar noch ein Kino, ein Post- und Gemeindeamt und viele andere Gebäude eines typischen Dorfes dazu. Und natürlich sind alle dieser burgenländischen Bauwerke Originale, die ehemals an verschiedenen anderen Orten standen. Nichts wurde künstlich nachgebaut.

Entdecken Sie die liebevoll zusammengestellte Vielfalt und genießen Sie die ganz besondere Stimmung dieses charmanten, beschaulichen Museums.


Ganz nah beim Bahnhof
Attraktionen in der Umgebung

Einen Besuch im Dorfmuseum können Sie wunderbar mit der Besichtigung von zwei anderen wunderschönen Zielen in der nahen Umgebung kombinieren. Vom Museumsareal Mönchshof nur vier Kilometer entfernt liegt Schloss Halbturn. Ein Meisterwerk der barocken Baukunst, das von Lucas von Hildebrandt für Kaiser Karl VI im Jahre 1711 als Jagd- und sommerliches Lustschloss errichtet wurde. Schon der Habsburgerkaiser schätzte die Sonnenseiten des Lebens, die sich im Seewinkel besonders genießen lassen. Halbturn wurde eine seiner Lieblingsresidenzen und ab 1717 kamen vom hiesigen Hofgestüt auch Pferde für die Spanische Hofreitschule in Wien. Nach wechselvoller Geschichte steht das Schloss heute im Privatbesitz der Familie Waldbott-Bassenheim. Diese wohnt dort auch im sogenannten „Roten Hof“, benannt nach den gleichfarbigen Dachziegeln.

Wechselnde Jahresausstellungen widmen sich hier kulturhistorischen Themen, im Restaurant Knappenstöckl genießen Sie traditionell pannonisch und klassisch österreichische Küche. Auch Übernachten kann man hier im gleichnamigen Hotel.

Dass das Barockjuwel eine begehrte Location für Filmdrehs und Hochzeiten ist, verwundert bei all seinem Charme keineswegs.

Die Basilika „Maria auf der Heide“ in Frauenkirchen ist ebenfalls einen Abstecher wert. Am Schnittpunkt mehrerer Pilgerwege ist die barocke Kirche, die nach Zerstörungen der Türkenzeit Ende des siebzehnten Jahrhunderts als Stiftung von Paul Esterházy wiedererrichtet wurde, ein besonderes Baujuwel. Johannes Paul II erhob die Kirche 1990 zur Basilika. Sie ist ein beliebtes, schon in der Umgebung von weitem sichtbares Ziel von Pilgern und Wallfahrten und gilt vielen als die schönste Kirche des Burgenlandes.

Auch mit dem Rad sind beide Orte übrigens gut erreichbar.

Aussenstelle Bahnhof
Nur 287 Schritte entfernt

Ganz in der Nähe des Dorfmuseums liegt eine weitere Attraktion des Museumsareals, der ehemalige Mönchhofer Bahnhof. Dort lässt sich hautnah erleben, wie die ehemalige wirtschaftliche Schlagader des Seewinkels, die Neusiedler Seebahn seit 1897 Menschen, Tiere und Güter beförderte. Drei Waggons stehen auf den Schienen. Einer widmet sich dem Personenverkehr, einer der Feldbahn auf den Gutshöfen und im dritten wird der Vertreibung der Ungarndeutschen 1945 gedacht. Ein großes Magazin mit vielerlei Interessantem zeigt Transportgüter und Gerätschaften, die zum Betrieb gebraucht wurden.

Einsteigen, Türen schließen, Zug fährt ab! Das Bahnhofsmuseum ist zu den gleichen Zeiten wie das Dorfmuseum geöffnet. Ein Besuch ist kombiniert oder einzeln möglich.

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